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Juli 2010 - ein neuer Handscanner

Grössenvergleich mit Telefon
das Display mit den Tasten
die Bewegungserkennung (Walze)
die Flash und USB Anschlüsse
die 4.Taste zum Formatieren

Und er kommt natürlich aus China, der "easys-scan" alias "easypix". Eine richtige Typenbezeichnung hat er auch nicht, ist also vermutlich ein Clone eines Markengerätes wie auch die plötzlich aufgetauchten Duplikate der Köpfhörer der Firma Sennheiser.

Der Mikrofonhersteller Sennheiser hatte vor Jahren einen Versuch gemacht, insbesondere Massengeräte in China preiswerter herstellen zu lassen. Die Kanone ging nach hinten los, als exakte Kopien in den USA auftauchten, und zwar keine 6 Wochen später.

Dieser Handscanner ist in eine Marktlücke gefallen oder eingebrochen, denn es gab seit Jahren keinen vernünftigen, auf modernster Technik aufgebauten, Handscanner mehr.
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Das technologische Konzept ist gut.

Die Ausleuchtung der Scanzeile erfolgt mit LEDs und das eigentliche Abscannen mit einer 5000 Pixel Scanzeile. Dazu wird die Bewegung über eine Achse mit 4 Gummiwalzen erfasst. Sehr schön gelöst ist der Stromsparmodus, die LED-Zeile leuchtet nur, wenn die Gummiwalzen gedreht werden, danach geht sie sofort wieder aus. Das spart natürlich gewaltig Strom und darum reichten auch die beiden Akkus beim ersten Test so lange.

Weiterhin: Das Gerät liegt durchaus griffgünstig in der Hand und kann von der Scanbreite her eine A4 Seite hochkant abscannen. Und wenn Sie eine ruhige Hand haben, kann die Seite sogar ziemlich lang sein. Ich habe es aber nicht geschafft, eine simple A4 Seite rechteckig linear abzuscannen.

Auch an so simple Dinge wie das Anbringen von aufgedruckten Markierungen über den Scanbereich wurde gedacht. Betrieben wird der Scanner mit zwei handelsüblichen AA-Batterien, oder wie bei uns, mit zwei hocheffizienten ENELOOP Akkus. Kleinste Flashkarten von 1 Giga bis 32 Giga sowie ein USB Anschluß zum Auslesen der Flash-Karte (also nicht zum online Übertragen der Bilder) sind auch integriert.
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Es gibt nur 3 Tasten

Durch die einfache Bedienung und die erreichbare Scan-Qualität und natürlich den Anfangspreis von 77.- Euro kommt erst der wirklich Nutzen raus. Farbe oder schwarz/weiß und 300 dpi oder 600 dpi, das wars schon. Ein gemeinsamer Taster für Ein- und Ausschalten sowie Start und Stop machen das Scannen mal so nebenbei sehr einfach. Sogar ein kleines (unbeleuchtetes) LCD Display mit Seitenzähler und Batterieanzeige und noch mehr ist bereits recht komfortabel.

Die vierte kleine Taste ist versteckt neben dem Flash-Slot zu sehen und dient nur dem Formatieren einer neuen Flashkarte. Mit einer roten und einer grünen LED werden der Einschalt-Zustand sowie mögliche Fehler angezeigt, auch sehr handlich.

Keine Sonne ohne Schatten

Was mir nicht so sonderlich gefällt, ist die Datumsvergabe samt Uhrzeit bei den erzeugten JPG Dateien. Da kommt immer 2009 ??? Da stimmt noch etwas nicht. Also muß man die erzeugten Bilder sofort per USB abholen und mit Photoshop oder Photopaint nachbearbeiten, damit ein zeitnahes Datum "dran hängt".

Es wäre dazu wünschenswert, daß die (letzte) Seitennummer im Scanner (wie bei den allermeisten Digitalkameras) gespeichert würde, auch wenn man die Files bereits gelöscht hat.

Auch gibt es noch nirgendwo Hinweise, ob es mal ein Firmware Update geben wird, um solche Mängel zu beseitigen.

Da sich an der Scan-Technik nichts einstellen läßt
, wird es immer eine sehr einfache Art des schnellen Scannens von adhoc "Mitnahmen" bleiben. Das ist aber für diesen Zweck völlig ausreichend.
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Die Bedienung für kleine Scans ist gesund.

Wir arbeiten bei uns noch sehr erfolgreich mit WIN2000 (Nachtrag : schon lange nicht mehr). Und da müsste man eigentlich vor dem Entfernen des USB Sticks immer erst "Auswurf" anklicken. Das braucht man (in der Regel) bei dem Scanner nicht. Der Flash-Chip bleibt immer drinnen. Steckt man das USB Kabel an, schaltet das Display auf USB um und man kann die Dateien ganz normal herüber auf den PC holen.

Zieht man das USB Kabel wieder ab, gibts zwar einen WIN2000 Fehler, doch das Verzeichnis des Chips ist ausgeblendet und auf dem Display ist wieder die normale Anzeige zu erkennen. Es muß aber wieder die alternative Auflösung (bei uns von 300 dpi auf 600 dpi) und die Farbe (bei uns schwarz/weiß) ausgewählt werden.

Scannt man wirklich ganze A4 Seiten ein, sind die wenigsten Seiten als Bilder weiter zu verarbeiten. Die OCR Software Finereader gleicht zwar einiges an Wellenlinien und krummen Zeilen aus, doch irgendwann ist auch dort Schluß und die Qualität der Texterkennung liegt fürchterlich im Argen (Erkennungsgenauigkeit bei nur noch 60%).
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